Gestern, 20:49
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 21:32 von Joe Average.)
Hallo zusammen,
außer der Bewerbung um die WSPC 2027 wurden heute noch verschiedene andere Themen diskutiert.
1) Die WPF hat sich intensiv mit ihrer eigenen Reichweite, der generellen Weiterentwicklung der Rätselszene, dem Anwerben neuer Mitglieder, aktuellen Strömungen usw. beschäftigt. Sie sind auf jeden Fall proaktiver, als in den letzten Jahren.
2) Chiel Beenhakker hat Pläne für die Modernisierung des Internetauftritts der WPF vorgestellt, inklusive einer Datenbank, in der alle bisherigen WSPC Ergebnisse und Rankings erfasst werden sollen. Es klang sehr vielversprechend.
3) Die WPF hat beim Blick auf die Finanzen festgestellt,
- dass mehr als 50% der Jahreseinkünfte für die Ausrichtung des Grand Prix verwandt werden, und
- dass es zunehmend Länder gibt, die finanziell nicht in der Lage seien die jährlichen Beitrag von 400 € zu zahlen, bzw. für die sich die Mitgliedschaft für diesen Preis nicht lohne.
Sie haben deswegen ein neues System für die Festlegung der Mitgliedsbeiträge eingeführt. Ab sofort zahlen die Mitgliedsländer nicht mehr die gleiche Gebühr, sondern individuell festgelegte Gebühren, die sich aus einem Basisbetrag von 160 € pro Jahr und komplex berechneten Aufschlägen basierend auf der Bevölkerungszahl und dem Bruttoinlandsprodukt des jeweiligen Landes zusammensetzen.
Deutschland und vier andere „große Nationen“ zahlen weiterhin die 400 € pro Jahr, alle anderen Länder zahlen ab sofort weniger, die Bandbreite der Gebühren reicht von 193 € bis 393 € pro Jahr. Die dadurch entstehenden finanziellen Verluste holt die WPF wieder rein, in dem sie eine Zusatzgebühr für die inoffizielle WSPC Teilnahme erhebt. Mitglieder von B-Teams, C-Teams, usw zahlen jeweils zusätzlich 10 € für die Teilnahme an der WSC und auch der WPC, die nicht dem Gastgeber zugute kommen, sondern an die WPF abfließen.
Dieses neue System wurde in den letzten Monaten mit der WPF überaus kontrovers diskutiert. Alternativvorschläge wie z.B. das Erheben einer sehr geringen Gebühr auf Teile des Grand Prix, konnten sich nicht durchsetzen.
In der heutigen GA habe ich u.a. darauf verwiesen, dass es unfair ist, einerseits den Jahresbeitrag teilweise an der Bevölkerungsgröße zu bemessen, gleichzeitig aber nicht die Anzahl der offiziellen WSPC Teilnehmer. Naturgemäß hat ein Land mit einer großen Rätselcommunity bei denselben vier offiziellen Teilnahmeplätzen einen ungleich höheren Anteil an Menschen, die als inoffizielle Teilnehmer nun zusätzlich zur Kasse gebeten werden, und letztlich damit den GP finanzieren, an dem sie selbst vielleicht gar nicht teilnehmen. Die WPF hat diesen Einwand zur Kenntnis genommen; ob sie sich nochmal überlegen, den Hauptzahlern ggf. mehr offizielle Teilnahmeplätze zuzuweisen, bleibt abzuwarten.
Bezüglich des Gebührensystems wurde ich klar überstimmt - was angesichts des Anreizes für die vielen Länder die nun deutlich weniger zahlen müssen – nicht überrrascht. Die Einladung zur heutigen GA, die unter anderem auch eine detaillierte Übersicht über die neuen Mitgliedsbeiträge enthält, ist im geschlossenen Mitgliederbereich eingestellt.
4) Es wurde sich drauf geeinigt, dass über die Austragungsorte von kontinentalen Events (z.B. Asiatische oder Europäische Sudoku-Meisterschaft) künftig nur diejenigen Mitgliedsländer abstimmen, die offiziell an dem Event teilnehmen.
außer der Bewerbung um die WSPC 2027 wurden heute noch verschiedene andere Themen diskutiert.
1) Die WPF hat sich intensiv mit ihrer eigenen Reichweite, der generellen Weiterentwicklung der Rätselszene, dem Anwerben neuer Mitglieder, aktuellen Strömungen usw. beschäftigt. Sie sind auf jeden Fall proaktiver, als in den letzten Jahren.
2) Chiel Beenhakker hat Pläne für die Modernisierung des Internetauftritts der WPF vorgestellt, inklusive einer Datenbank, in der alle bisherigen WSPC Ergebnisse und Rankings erfasst werden sollen. Es klang sehr vielversprechend.
3) Die WPF hat beim Blick auf die Finanzen festgestellt,
- dass mehr als 50% der Jahreseinkünfte für die Ausrichtung des Grand Prix verwandt werden, und
- dass es zunehmend Länder gibt, die finanziell nicht in der Lage seien die jährlichen Beitrag von 400 € zu zahlen, bzw. für die sich die Mitgliedschaft für diesen Preis nicht lohne.
Sie haben deswegen ein neues System für die Festlegung der Mitgliedsbeiträge eingeführt. Ab sofort zahlen die Mitgliedsländer nicht mehr die gleiche Gebühr, sondern individuell festgelegte Gebühren, die sich aus einem Basisbetrag von 160 € pro Jahr und komplex berechneten Aufschlägen basierend auf der Bevölkerungszahl und dem Bruttoinlandsprodukt des jeweiligen Landes zusammensetzen.
Deutschland und vier andere „große Nationen“ zahlen weiterhin die 400 € pro Jahr, alle anderen Länder zahlen ab sofort weniger, die Bandbreite der Gebühren reicht von 193 € bis 393 € pro Jahr. Die dadurch entstehenden finanziellen Verluste holt die WPF wieder rein, in dem sie eine Zusatzgebühr für die inoffizielle WSPC Teilnahme erhebt. Mitglieder von B-Teams, C-Teams, usw zahlen jeweils zusätzlich 10 € für die Teilnahme an der WSC und auch der WPC, die nicht dem Gastgeber zugute kommen, sondern an die WPF abfließen.
Dieses neue System wurde in den letzten Monaten mit der WPF überaus kontrovers diskutiert. Alternativvorschläge wie z.B. das Erheben einer sehr geringen Gebühr auf Teile des Grand Prix, konnten sich nicht durchsetzen.
In der heutigen GA habe ich u.a. darauf verwiesen, dass es unfair ist, einerseits den Jahresbeitrag teilweise an der Bevölkerungsgröße zu bemessen, gleichzeitig aber nicht die Anzahl der offiziellen WSPC Teilnehmer. Naturgemäß hat ein Land mit einer großen Rätselcommunity bei denselben vier offiziellen Teilnahmeplätzen einen ungleich höheren Anteil an Menschen, die als inoffizielle Teilnehmer nun zusätzlich zur Kasse gebeten werden, und letztlich damit den GP finanzieren, an dem sie selbst vielleicht gar nicht teilnehmen. Die WPF hat diesen Einwand zur Kenntnis genommen; ob sie sich nochmal überlegen, den Hauptzahlern ggf. mehr offizielle Teilnahmeplätze zuzuweisen, bleibt abzuwarten.
Bezüglich des Gebührensystems wurde ich klar überstimmt - was angesichts des Anreizes für die vielen Länder die nun deutlich weniger zahlen müssen – nicht überrrascht. Die Einladung zur heutigen GA, die unter anderem auch eine detaillierte Übersicht über die neuen Mitgliedsbeiträge enthält, ist im geschlossenen Mitgliederbereich eingestellt.
4) Es wurde sich drauf geeinigt, dass über die Austragungsorte von kontinentalen Events (z.B. Asiatische oder Europäische Sudoku-Meisterschaft) künftig nur diejenigen Mitgliedsländer abstimmen, die offiziell an dem Event teilnehmen.

