01.07.2011, 16:27
(01.07.2011, 14:17)~ÔttÔ~ schrieb: Plagiat wäre, die gleiche *Idee* mit einigen unbedeutenden Modifikationen [hier ein Bauer mehr, das Diagramm gespiegelt] umzusetzen und als eigene Idee auszigeben.
Entscheidender Unterschied bei deinem Schachvergleich ist, dass es deutlich mehr Fähigkeiten bedarf, ein Rätsel von Grund auf zu erstellen, selbst dann, wenn es keinerlei neue Regeln nutzt. Deiner zitierten Definition von Plagiat nach sind dann meiner Einschätzung nach keine Rätsel der Meisterschaft Plagiate. Denn die Modifikation ist nie unbedeutend, wenn man das Rätsel von Grund auf erstellt, selbst wenn man die gleichen Regeln nutzt.
Sonst wäre jeder Ersteller eines Schachproblems ja auch ein Plagiator. Die Schachregeln (und Regeln für Schachprobleme) übernimmt er ja einfach so. Sogar ohne Modifikationen!
Otto schrieb:IMHO ist die Leistung eines Regelerfinders höher zu bewerten als die Leistung eines Autors, der sich in ein gemachtes Regelnest setzt.Das sind meiner Einschätzung nach Äpfel und Birnen. Ein Autor kann ein schönes Regelwerk mit seinem Rätsel verhunzen und umgekehrt...
Otto schrieb:Im Prinzip lässt sich zu jeder Rätselart ein Generator-Programm schreiben, dazu bedarf es nur einen Programmierers, der sein Handwerk versteht und genügend Zeit, Lust und Laune hat.Das wage ich - als jemand, der sein Geld mit Programmierung verdient - zu bezweifeln. Ich hätte bei einigen meiner Rundwegvarianten keine Ahnung, wie man die von einem Computer erzeugen lassen könnte (selbst, wenn man den Faktor "Schönheit" weglässt). Gleiches gilt für LM-Rätsel wie das Labyrinth vor 2 Jahren oder die Runde, in der man Hinweisränder zu Diagrammen sortieren musste, im letzten Jahr.
Davon ab kann ich jeden Beitrag von uvo in diesem Thread unterschreiben.
Schönen Gruß,
Calavera